Buntwaesche

10
Nov
2006

Bildersuche

Der letzte Beitrag, der meinen Ausblick in die Freiheit in Worte fasst, dem fehlt noch ein passendes Foto!
Bahnschienen hatte ich eingestellt, die in die unbekannte Ferne führen, und so richtig gefiel mir das dann doch nicht. Ich vermute, da ich mich in meinem Leben recht intensiv mit der deutschen Geschichte beschäftigt habe, in der Bahnschienen nicht gerade für Freiheit stehen, dieser Geschichte, die auch den Zynismus "Arbeit macht frei" produziert hat.

Habt Ihr Bilder, die das Thema "Freheit/Aufbruch/Neues wagen" symbolisieren? Wollt Ihr sie mir schicken? Ich werde sie auf jeden Fall veröffentlichen (also, wenn sie nicht völlig abwegig sind, natürlich...)

Ich bin gespannt!

6
Nov
2006

summ...summ

frau siam, die mir so geheimnisvoll nah ist, berichtet immer wieder von den bienen.

sie sind bei mir angekommen, seit tagen weiß ich nicht mehr, wo mir der kopf steht. das leben wird "pure neugier", noch nicht mal für ängste habe ich zeit oder lust, wozu auch.

das ist erstaunlich. es summt.

in meinen ohren. und die summen zurück.

ein bienenschwarm, wilde träume, manchmal auch ganz langsam vezücken ohne harm und arg.

kein überblick, aber mehr vertrauen (?)

20
Okt
2006

Fundstück des Tages

Auferstehung

Manchmal stehen wir auf
Stehen zur Auferstehung auf
Mitten am Tage
Mit unserem lebendigen Haar
Mit unserer atmenden Haut.

Nur das Gewohnte ist um uns
Keine Fata Morgana von Palmen
Mit weidenden Löwen
Und sanften Wölfen.

Die Weckuhren hören nicht auf zu ticken
Ihre Leuchtzeiger löschen nicht aus.

Und dennoch leicht
Und dennoch unverwundbar
Geordnet in geheimnisvolle Ordnung
Vorweggenommen in ein Haus aus Licht.



Marie-Luise Kaschnitz

10
Okt
2006

Leichte Hoffnung

...irgendwann mal wieder ein Bild bloggen...

Die Idee des Gefühls, wenn der Schmerz nachlässt.

Tagelang immer irgendwann gedacht: Du musst Geschirrspülmittel kaufen (bitte keine Diskussionen über Spülmaschinen, ich kenne eine in F.) Abends eingekauft und immer Spülmittel vergessen. Heute nur zum einkaufen gefahren, DESWEGEN. Endlos vor der Auswahl Apfel-Wildkirsch, Zitrone-Kokos oder Orange-Endloses Glück gestanden. Geschirrspülmittel gekauft.

Dann: nicht nach Hause gefahren, ich hätte ja spülen müssen. Sondern in den Tapas-Laden gegangen und pulpo bestellt.


Keine Lust gehabt, glücklich oberflächlich erleichtert zu sein, weil es endlos schön sein kann, was passiert, wenn man endlich mal eröffnet... todunglücklich zerbrechlich und gefährdet zu sein.

(Das war jetzt nicht ironisch, sondern reine Selbsterkenntnis, zu der man mich durch aus stuppsen muss.)

3
Okt
2006

Spanisch

Der Weg ins Wochenende, das statthaft allgemein verlängerte, war so anders. Um die befürchteten Staus auf der A 4 zu umgehen, dem schnellen breiten Strahl, ohne Erfahrung, durch Land und Länder gefahren, dunkle Landstraßen, Kurven, steiles bergab, ein Licht am Ende des Tunnels, ein letztes Stück beleuchtete Bahn. Geburtskanal geschafft und noch dreimal die Stadt umfahrend, diesen Eingang nicht kennend.
Baudelairerezitation verpasst wegen Überstrahlung durch yuppie-Event, Tintenfisch im Café war aus. Gespräche, die nicht stattfanden, sondern in Beobachtungen übergingen. Der philosophische Psychatriebesucher mit zuckenden Augenbrauen, Entscheidungsschwierigkeiten beim Getränke bestellen, der Frauen für aggressive Psychopathinnen hält. Seine Betreuerin C., aufgedreht wie eh und je. F., der zu mir sagt, "du siehst noch aus wie von der Insel". Was mich freut, unsagbar freut. Der Mann, mein Mann, der noch denkt wie von der Insel, ich erfahre es.
Spanisch noch einmal zwei Abend später mit pulpo und kleinen Schlucken Sherry und tauchen, lieben das alles, trotz deutscher Halsschmerzen...jetzt.

Wie machen, wenn wissen...

Andreas Dalberg schreibt in seinem Reiki-Buch über Erfahrungen, die er Problemlösungen nennt, die eine Steigerung der Schwingungen mit sich bringen, wie wir es sonst nicht kennen.
Das war eine gute Erklärung für das, was mir einstmals geschah, und was ich genauso empfand, aber nicht als verallgemeinerbar, also nicht verstand.
Im August 2002 hatte ich meinen ersten Vortrag jemals auf einer Fachtagung zu halten. Das Surrogat meiner Forschungstätigkeit, die da nun fast zwei Jahre gewährt hatte, die ich anerkennungsvoll mit launigen Moderationen und Protokollen voller Witz rumbrachte, kleine Produkte leichten Gelingens. Nun aber dieser Vortrag und ein Sichmessen mit den Professoren, dem eigenen Projektleiter und meiner Furcht vor dem Unbekannten und Unstatthaften quasi. Die Wochen bis dahin waren die reinste Quälerei, ein Ausnahmezustand. Ich lag auf der Matratze, auf dem Sofa, ich suchte nach Worten und Sätzen und Konzept, vor allem nach Selbstkonzept. Der Projektleiter kam aus dem Urlaub, der wohl auch nicht besonders gelang, und ich nuschelte ihm etwas von Schreibblockade und er schüttete üble Stimmungen über mich.
Irgendwie gelang es. In letzter Not, vor dem PC nichts zustande zu bringen, besprach ich zitternd ein Diktiergerät, konnte mich mir als Vortragende nicht vorstellen. Zittrig kämpfend war ich, wie ums Überleben. Und nach all diesem Kampf schrieb ich einen Vortrag, der gefiel, der als der beste der Tagung galt, erlebte mich, da stehend hinter dem Pult, nicht nur überlebend, sondern mit Beifall und Lob belohnt am End.
Danach war ich einige Tage hellsichtig wie nie. Die Dialoge mit mir überraschten jeden und am meisten mich. Ich wusste alles über alle, brachte es direkt ins Gesichtsfeld. Als ich einen Menschen suchte, wusste ich genau in der großen Stadt, wo er ist und was passiert. Ich erlebte mich wie in einer anderen Dimension – und es war doch einfach und ganz klar.
Kurz.
Immer frage ich mich, wie sich so was wiederholen lässt. Und diese Frage ist wahrhaftig schwer zu beantworten. Es geht mir damit so ähnlich wie mit dem Flow-Buch des Unaussprechlichen Ungarn Mihail wasweißich. Alles schön und gut und vielleicht gar bekannt, erlebt in seltenen Momenten. Aber wie herbeiführen?
Löse deine Probleme, sei stark, kämpfe, weiche nicht aus...
Suche die, die du bist. Die sitzt nicht in der Höhle und weint, die geht raus, auch wenn sie es anders so viel bequemer fände.
(Manchmal denke ich, vor vielen Menschen bestehen ist für mich der wahre hype, anonyme andere in großer Zahl – und von ihnen bejubelt werden. Das ist so ähnlich wie einsam sein, aber mit Applaus. Ein schöner Beruf, aber schwer.)

25
Sep
2006

yes

17 Sui | Die Nachfolge
Folgen Sie nun Ihrer inneren Stimme, Ihrer Intuition, Ihren eigenen Werten und Prinzipien. Wenn Sie den Zugang zu sich selber verloren haben, ziehen Sie sich zurück, und Ihre Intuition wird sich Ihnen wieder öffnen. Vielleicht waren Sie in der letzten Zeit zu aktiv, um auf Ihre innere Stimme wirklich zu hören. Distanzieren Sie sich von den Menschen, die Sie von Ihren Idealen abbringen wollen. Sie brauchen Leute, die Sie unterstützen anstatt zu sabotieren. Geben Sie die Angewohnheiten auf, die Sie vom erreichen Ihrer Ziele abhalten. Das, was Sie wollen, ist gut. Stehen Sie dem Ergebnis nicht selbst im Wege. Werfen Sie Altes über Bord und besinnen sich ganz und gar auf Ihre Pläne.

31
Aug
2006

Mexiko

Ich habe keine Ahnung von Mexiko. Ich war da nie.
Ich liebte die Welt, die ich nur aus Vorstellungen kannte (Die lange Berta, wunderbares Buch). In der Geister und Dämonen rumspringen wie Hauspersonal und enge Verwandte. Und in denen die einen einfach mehr sehen als die anderen. Und Verrücktheit ein Nullsummenspiel ist. Das liebte ich an Mexiko, das ich niemals gesehen habe.
Die Blinden können sehen und die Sehenden haben vor allem einen blinden Fleck. Das liebte ich an Mexiko.
Und heute: Dein mexikanischer Abend. Streunend durch die Straßen war ich froh in keiner Weise allein zu sein. Und als ich am Tisch saß, da klangen Gitarren sehr deutlich. Und Menschen sangen, es war ... dachte ich ... mexikanisch. Mein Küchenenster ist soo klein... der Blick ist da versperrt. Aber auf den Zehen stehend sah ich Menschen, die ich nicht kannte, die sangen.
Sie sprachen in den Pausen über die ... DDR... und ich denke, das ist ein Thema, das ich heute nicht mehr schaffe.

30
Aug
2006

Vom Stein der Jugend bei der großen Eiche

Die Jugend ist nicht ein Abschnitt des Lebens, sie ist ein Zustand der Seele,

der in einer bestimmten Form des Willens besteht, in einer Bereitschaft zur Phantasie,

in gefühlsmäßiger Kraft, im Überwiegen des Mutes über die Zaghaftigkeit

und der Abenteuerlust über die Liebe der Bequemlichkeit

29
Aug
2006

Ritual

Die Kartoffeln kochen wieder.
Wenn das Neue vor der Tür steht, ist auf einmal die Selbstritualisierung unvergleichlich schön.
logo

waschmaschine

Das Leben zwischen Schonwaschgang und Schleudern

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Kontakt und Absicherung

Ganz kann ich mich der Tatsache ja nicht verschließen, dass man heutzutage Impressionales beitragen muss. Ich kann, so vermute ich, alle Inhalte meines Blogs selbst verantworten und werde mich auch bemühen, mich an geltendes Recht zu halten. Ich wurde protestantisch erzogen und bin in solchen Bemühungen also geübt. Den Inhalt externer Links kann und will ich nicht verantworten und distanziere mich also nicht nur von jenen, sondern auch von allen Erwägungen, mich dafür in Verantwortung zu ziehen. In irgend auftretenden Zweifelsfällen, viel lieber aber für freundliche Post, gibt es ab sofort ein offenes Scheunentor: wasserfraufrau at gmx punkt de.

Aktuelle Beiträge

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bist du jetzt? Was tust du jetzt? Schreib mal wieder.... Einen...
herbstfrau - 7. Jun, 19:24
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Manchmal - wenn ich so richtig ausgebrannt bin (wie...
paulchen - 31. Jan, 22:17
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Ich habe hier lustige und spannende Aussprüche...
Igelborste - 27. Jan, 12:05
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Oh danke, dir auch, euch allen, ganz viel davon!
wasserfrau - 24. Dez, 13:01
froooooooohe Weihnachten...
froooooooohe Weihnachten wünsche ich dir :-) Gruß Frieda
Luiling - 24. Dez, 12:51

Zum Glück gibt´s Bücher


Julia Franck
Liebediener.


Pascal Mercier
Nachtzug nach Lissabon.



Dieter Wellershoff
Das normale Leben


Banana Yoshimoto, Annelie Ortmanns, Gisela Ogasa
Dornröschenschlaf


Haruki Murakami, Ursula Gräfe
Sputnik Sweetheart


Arto Paasilinna, Regine Pirschel
Der wunderbare Massenselbstmord


Almudena Grandes, Stefanie Gerhold, Sabine Giersberg, Petra Strien
Die wechselnden Winde

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Zuletzt aktualisiert: 7. Jun, 19:24

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