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Buntwaesche

27
Nov
2009

Radfahren

verlernt man nicht.
Fernsehschauen wahrscheinlich auch nicht.
Für ein paar Tage habe ich die Gelegenheit, Fernseh zu schauen, (sagt man das so: Fernseh zu schauen?)
Ich, die ich keinen Fernseher habe und mit der ganzen Sache (ernsthaft jetzt) mehr oder weniger abgeschlossen habe, als ich 15, 16 war und mein Vater wollte, dass wir alle gemeinsam uns vor dem Gerät versammeln ... und ich träumen wollte, auf meinem Bett an die Decke starrend, alleine. Fernsehen? Keine Ahnung!
Stattdessen habe ich natürlich diverse (diverse!) Abende "im Internet" verbracht.
Und nun schaue ich mal wieder wie Kindi auf dieses uralte, mir strikt entwöhnte Medium "TV". Merke, dass das immer noch das Alte ist, man findet sich ja unmittelbar zurecht. Ein Tatort ist ein Tatort und die NDR-Talkshow ist ...
Eben. Aber ob jemand so aufmerksam und kindlich-fasziniert Fernsehen schaut wie ich?

1
Nov
2009

Aktivität

... die habe ich mir lange gewünscht, und plötzlich ist sie da. geht von mir aus, als wäre es nix. (wir hatten - ich vermute im frühsommer - so ne fortbildung, da gab es plastikskulpturen zu wählen, und ich habe als einzige die gewählt, die sich orange-spiralig hochdrehte und aktivität bedeutete...reichliche zeit kam ich mir vor, als läge ich in einem lauwarmen fluss und werde getrieben und es machte mich nervös.)
in den letzten 14 tagen habe ich 7 anträge auf finanzmittel geschrieben, ich bin so drin und drauf, dass ich das erste mal im leben formulare jeglicher art nur noch als sport sehe... 7 anträge, für die sache, das kollektiv, die organisation, die kunst... ich derweil ganz unbezahlt. ich konnte plötzlich loslegen ins blaue, als hätte ich keine eigenen sorgen. das wundert mich schon. aber es tut gut.
es geht, es geht nur so, aber es geht auf jeden fall. (auch diesen durchhaltespruch habe ich für das gesamte team in der zwischenzeit geboren.)
mein kontoauszug ist ein (spanisches) ausrufezeichen. aber irgendwas in mir hat gerade die flügel ausgebreitet.

31
Okt
2009

Frei sein

Das war das vermutlich auch vergängliche Gefühl des Tages.
Heute war das Glas nicht halb leer, sondern fast voll. Wenn die Sonne aus den Wolken brach: Als würde es überlaufen.

Und dabei ich, schlicht ich, den Kopf schüttelnd über mich selbt- wie in Trance. So ein mögliches Glück - wie in einem Schaukasten- und ich als Betrachterin, ruhig.

30
Okt
2009

sonnenherbstgarten

Der Garten sieht noch wunderschön aus, als könnte er ewig Sommerreste aufbe-wahren:
sonnenherbst-2

herbstgarten5-web

Doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich natürlich der Gang der Dinge:

laub-liegestuhl-web

28
Sep
2009

Mein liebes Bockenheim

In "meinem" Wahllokal im Pflegeheim Bockenheim war gestern ein Ergebnis zu verzeichnen, das mich meine Umgebung wahrhaft schätzen lässt: Nähme man die Piraten noch mit ihren 4,5% dazu, hätte eine grün-rot-rote Regierung mit ein bisschen Seeräubereinfluss hier eine Zweidrittelmehrheit. Ohne Augenklappen immerhin 62%, schwarz-gelb knapp 30. Und da hat ja sogar die Einwohner(innen)schaft des Pflegeheims mitgewählt.
Da weiß ich, ich kann hier eigentlich nicht weg, auch wenn alles so eng ist und ich so absolut keine Lust auf den Winter verspüre, wo ich weder in den Garten noch in die Aussensitze der anliegenden Kneipen kann. Aber ich war sehr stolz gestern auf meine direkte Nachbarschaft - und frage mich, wie anders muss das restliche Deutschland sein, das so anders wählt.

25
Sep
2009

Ich habe einen Traum

... der ist so groß und farbig und wunderbar... dass ich nur hoffe, seine Kraft möge in meinem Leben bleiben.
Eben hat er gerade wieder einen Vorstellungsanker gefunden, das war im Juli schon mal so, da ging er knapp, sehr knapp nicht in Erfüllung, an mir hat´s nicht gelegen, ich habe gut gekämpft. Und es ist auch keine Frage des Sofort und des Ertrotzens. Es ist ein Traum, der ab und zu jetzt mögliche Andockpunkte in der Außenwelt findet, während das Jetzt dadurch schon erfüllter wird.

6
Sep
2009

Integrations-Workshop

Während sie ihr umfang- und übungenreiches Gelassenheitstraining absolviert, versucht meinereiner die Heldinnenaufgaben zu integrieren.
Das ist bei mir wenig ironisch, aber auch nicht stur ernst gemeint, denn um Leichtigkeit, der vermissten, ist es ja durchaus zu tun.
Leichtigkeit, Aktivität, Zuversicht, Mut und Kraft und so weiter. Und immer schön in einem maßvollen Tempo, dass mir da nix umkippt...

Wachträume, intensives Ausmalen guter Aufgaben und Situationen, in denen ich passend vorkomme, sind ein neues und erstaunlich faszinierendes Mittel der Wahl. Da ich dazu nicht neige, sondern länger schon ein Arsenal an Scherchen im Kopf habe, tut es mir mal gut. Die Gefahr, mich solchermaßen vor der Wirklichkeit zu verstecken, besteht erst Mal nicht. Derzeit wird sie so eher erweitert. Ich sehe mich in dem, was ich auch könnte und was mir auch zustände, ganz gleich ob ich es in diesen bunten Idealbildern jemals erreiche. Mein Unbewusstes erreiche ich aber wohl damit.

Lange habe ich mich sehr entspannt, teils pseudo-entspannt mit einer leicht depressiven Vernebelungstaktik. Nun werden die Sinne und der Wille wieder etwas angespannt. Übernehmen will ich mich dabei nicht, sondern das Integrieren beobachten.

19
Aug
2009

Der kürzeste Weg zur Heilung

ist Spiel.
Also ich bin dafür, dass die Kranken zu Spielen haben.
Galsan Tschinag.

8
Aug
2009

Galicia!

Im vergangenen Jahr, im September, waren wir in Galicien. Eine kleine Offenbarung. Auch wenn die Rahmenumstände, nach 3 Jahren September-Urlauben, wohl dieses Jahr keinen solchen erlauben - und ich darob traurig bin.
Dennoch hat mir VENOS, durchaus ein Trost des ausklingenden Alltags (am Samstag meistens bei mir), heute eine Riesenfreude gemacht. In jenen urlaubsbekannten Plastiktüten, wie ich sie in Pàdron gesehen habe, gab es dort tatsächlich ...pimientos aus Pàdron zu kaufen. Und die wurden heute Abend delektiert. Es fehlte uns die Luft vom Atlantik her..., aber immerhin.
pfanne

3
Aug
2009

Gegenüber

sind welche neu eingezogen. Die Wände haben sie sehr orange frisch gestrichen und auf dem Boden liegt noch so eine aufblasbare Übergangsschlafgelegenheit. Ab und zu springt ein ziemlich nacktes Wesen da rum, und ich kann das vom vierten Stock gegenüber, dort der zweite, bequemst beobachten.
Überhaupt wird hier in Bockenheim permanent aus- und ein- und umgezogen. Wie im Taubenschlag geht´s hier zu. Ich begrüße das, ich mag das Lebensgefühl, das in Veränderung besteht. Andere jammern. Sagen: ist alles nicht mehr wie es war, der Wegzug der Uni, des Mittelstands (!), der Sauberkeit (!!?).
Mag sein, dass die Leipziger Straße nun so ein volllebendiger Veränderungsort ist wie die Grenze zwischen Kreuzberg und Neukölln in Berlin. Wirkt ein bisschen so. Kommt bei mir gut an.
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Das Leben zwischen Schonwaschgang und Schleudern

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Ganz kann ich mich der Tatsache ja nicht verschließen, dass man heutzutage Impressionales beitragen muss. Ich kann, so vermute ich, alle Inhalte meines Blogs selbst verantworten und werde mich auch bemühen, mich an geltendes Recht zu halten. Ich wurde protestantisch erzogen und bin in solchen Bemühungen also geübt. Den Inhalt externer Links kann und will ich nicht verantworten und distanziere mich also nicht nur von jenen, sondern auch von allen Erwägungen, mich dafür in Verantwortung zu ziehen. In irgend auftretenden Zweifelsfällen, viel lieber aber für freundliche Post, gibt es ab sofort ein offenes Scheunentor: eine_wasserfrau@gmx.de

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herbstfrau - 22. Nov, 08:38

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