2
Aug
2009

Nicht wirklich in der Lage

bin ich... weiter was zu diesem Tag zu sagen.
Intellektuell gesehen sind die Worte des Dalai Lama ein bisschen das Wort zum Sonntag gewesen. Dennoch bin ich gerade im Nachhinein sehr berührt.
Und das kann und will ich jetzt gar nicht analysieren.

1
Aug
2009

Ich hab´s getan....

Ich war tatsächlich draußen in der Commerzbank-Arena, bei einer Veranstaltung die heißt: Der Dalai Lama kommt.
dalailamaffm
Gestern abend.
Da war aber nirgends ein Dalai Lama, gestern Abend. Da gab´s eine Abendveranstaltung mit einem gewissen Sogyal Rinpoche - und ich wollte mal schauen, ob mir die Atmosphäre gefällt, ob ich da hingehe. Wohlwissend, dass die "zweite Garde" etwas günstiger kommt und bestimmt gut ist, dass es leerer sein wird usw.
Zunächst war ich angenehm überrascht, wie unaufgeregt es auf dem Gelände zu ging. Doch keine Großveranstaltung, die einen umschmeißt. Ich sah den A., den ich noch kannte, als er kein Mönch war, jetzt ist er einer, er sah mich nicht, er hatte zu tun. Ich rief die F. an, ob sie nicht Lust habe. Sie war gerührt, sehr gerührt, saß aber gerade auf einem Bockenheimer Spielplatz und plante das Kofferpacken, weil morgen: Abfahrt.
Ich rief den N. an, er hatte keine rechte Lust, und ich war etwas erleichtert darob. Ich blätterte an einem Stand in einem buddhistisch inspirierten Kinderbuch und fragte mich, ob ich es der Patentochter kaufen soll. Ließ es erst mal liegen, nahm den Beipackzettel mit, alle Zeit der Welt....Ich aß ein Superessen, für 3Euro50, Gemüse, das nach Sesam schmeckte wie verrückt und nach Chilli.
Dann war ich soweit und stellte mich an der Kasse an. Und kaum, dass ich da stand, kam eine Nonne behutsam auf mich zugeschritten und sprach: Wollen Sie zu der Veranstaltung mit....? Zu blöd, ich hatte mir den Namen ja nicht gemerkt. Ich: Heute Abend? Und da hielt sie mir die Karte entgegen und sprach: Die schenke ich Ihnen.
Ich hab sie ziemlich entgeistert angeschaut, aber ich hab´s genommen ... das war alles einfach schön. Die Veranstaltung dann auch.
rinpoche
Mehr dann später.
Für morgen habe ich mir selbst die Abschlussveranstaltung mit der Heiligkeit geschenkt. Es war so schön dort, ich will da noch mal hin. Morgen ist sowieso mein eigentlicher Geburtstag, hat meine Mutter jedenfalls immer gesagt, die mich kürzlich eiinfach so verließ. Weil ich für den 2.8. projektiert war, aber eben einen knappen Monat vorher ... einen Tag nach dem Geburtstag des Dalai Lama... dann doch schon raus wollte.
Na, wie auch immer. Kann nicht behaupten, Buddhistin zu sein, geschweige denn erleuchtet, bin aber gespannt.

Und heute

kam ein Brief zurück. So gut!

30
Jul
2009

Wenn es einfach wäre...

Der N. liegt schon im Bett und ich werde gleich hinschleichen. Die B., die mir immer etwas hartgesotten kam, hat plötzlich ihre Wärme für mich entdeckt.
Obwohl ich dieser Tage nur langsam und widerwillig und schleichend etwas leiste, wird alles plötzlich anerkannnt. Vielleicht, weil alle irgendwie im Urlaub sind. Vielleicht... Etwas anderes???!
Ich bin langsam ... aber in den Nischen unglaublich kreativ.
Ich weiß nicht genau, wie es funktioniert und was gerade passiert...

26
Jul
2009

Ein Brief

an die beiden Frauen, die ich an der Ostsee kennenlernte. Den habe ich gerade geschrieben, ich freue mich darüber.

Sie saßen mit mir plötzlich abends beim Wein und hatten eine solche Offenheit und Herzlichkeit... Das war das Besondere, wenn es einem schon so geht, dass man nichts braucht, und dann bekommt man auch noch... diese spontane Fraundschaft.

Ich streichle fast den Brief, der jetzt im Hausflur liegt, in dem ich als Abschluss schrieb: Aber ehrlich: Wenn mich etwas tröstet, dann ist es wirklich die Erinnerung an die Pappelallee, an Wustrow, an Schilf, Steine, Wind, das Meer, an das kleine Stückchen festen Sand im Ostseewasser… wo wir uns trafen.

Ach ja, ich vermisse ... unter anderm ... das Meer.

25
Jul
2009

Die Mittagsfrau

Nachdem ich ziemlich grübelte, welches nächste Buch mir nun Spass machen könnte ... mich entschied und nicht richtig bei der Sache bin ... fällt mir auf, wie sehr mich die Lektüre der Mittagsfrau (von Julia Franck), die ich zuvor abgeschlossen habe, in den Bann gezogen hat.
Ein großartig erzähltes Buch, durchaus "altertümlich" erzählt, wenig experimentell ... mit Anklängen vielleicht an Die Blechtrommel und den Zauberberg, ein bisschen. Mit einer sehr weiblichen Färbung, denn es geht nicht um Oskar und Hans Castorp, sondern ganz wesentlich um Helene (und ihre Schwester Martha, deren Freundin Leontine...)
Und diese Helene ist so distanziert-einfühlsam geschildert, dass die Sympathie, die ich mit ihr fühlte auch wie eine gerechte, berechtigte erzeugt wird: ohne erpresserische Gefühligkeit, aber auch jenseits allen Zweifels. Das ist beachtlich. Julia Franck kannte die Frau nicht, die real ihren Vater, der dann früh starb, als Jungen am Bahnhof einfach stehen ließ und nicht wiederkam. Ohne diesen Jungen zu verraten, hat sie aber eine Geschichte der Mutter erzählt, in der diese Frau überhaupt nicht monströs wirkt.
Es ist auch ein trauriges Buch - und da ich dieser Tage zur Traurigkeit neige, war ich im Erzählten, beim Lesen und beim Rumgehen mit dem Gelesenen, so melancholisch wie im Leben.
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