Ich fass es nicht...
das heißt: eigentlich doch. Dass unser Herr Vermieter ein Mensch mit nur sehr notdürftig niedergehalten Aggressionen und irgendwie grundsätzlich gestört ist, sowas rieche ich mit den mir eigenen Antennen hundert Meter gegen den Wind. Dass unangenehme Begegnungen zwischen Vermietern und Mietern irgendwie normal sind, weiß ich. Ich verstehe es nicht, ich verstehe es dennoch nicht.
Bei uns regnet´s rein. Der Herr wurde informiert, nachdem die ersten Schriftstücke im Arbeitszimmer des Mannes des Hauses gebrauchsunfähig waren, aber gleichwohl gebraucht werden. Als der Herr Vermieter endlich reagierte, dann nicht etwa indem er einen Dachdecker schickte, sondern er wurde höchstselbst vorstellig. Und schimpfte wohl übergriffig und cholerisch erst mal über die Einrichtung des Arbeitszimmers. Bücher bis an die Decke! Eine Unverschämtheit! Wenn´s da brennt, und dann? Ein Regal im Flur. Eine Unverschämtheit! Wie soll er da (er ist 2m groß und nicht gerade schmal) behend auf den Dachboden kommen? Und was sieht er auf dem Dachboden? "Gerümpel!" Eine Unverschämtheit!
An dieser Stelle teilte er mit, er werde einen Dachdecker genau dann schicken, wenn wir auf dem (zweifellos mitvermieteten Dachboden) kein Gerümpel mehr hätten. Der Keller im übrigen - vor zwei Jahren hatten wir darauf aufmerksam gemacht, dasss er unbotmäßig feucht ist, was keinerlei Reaktion außer:"Na, das ist halt ein altes Haus" hervorrief - sei nur deswegen feucht, weil wir zuviele! Sachen! dort untergestellt hätten und deswegen die Luft nicht zirkulieren könne. Soso, also neuderdings.
Usw. Ich war zum Glück nicht zugegen als der Monsieur Vermieter im Rundumschlag den für ihn offensichtlich unnötig durch Sachen!Bücher! belegten Haushalt niederschimpfte. Er kam wohl in einen cholerischen Rausch, der zum Schluss völlig vergessen ließ, dass es reinregnet...
Mein Liebster konnte nur zögernd berichten, so geschockt war er...
Und ich? Nun ja... Dass der Mann im Haus leicht messimäßige Sammlerzüge hat, weiß ich und wenn sich jemand darüber rumzackern darf, bin das aber höchstens ich. Wenn man aber in Frankfurt-Bockenheim für ein hinten und vorne miserabel gewartetes Haus brav eine der höchsten Quadratmetermieten der Republik zahlt, kann man wohl das bisschen kostspieligen Raum vollstellen mit was man will und seien es Bücher! (Außer ich hab was dagegen, was zwar auch nichts nutzt, aber auf einem anderen Blatt steht...)
Ich weiß aus hundertmillionen Erzählungen, dass eklige, irre, feindselige Vermieter nicht unbedingt die Ausnahme sind, und so richtig mag ich mich nicht aufregen. Ich bin kein Kind mehr. Ich weiß aber auch, dass ich sehr, sehr böse werden kann, wenn man mir zu dumm kommt. Dieser Mann legt es darauf an.
Und nun sind alle aufgefordert mir ihre scheußlichsten Vermietergeschichten alsbald hier zu berichten. Es sei mir Trost und Waffenschmiede.
Bei uns regnet´s rein. Der Herr wurde informiert, nachdem die ersten Schriftstücke im Arbeitszimmer des Mannes des Hauses gebrauchsunfähig waren, aber gleichwohl gebraucht werden. Als der Herr Vermieter endlich reagierte, dann nicht etwa indem er einen Dachdecker schickte, sondern er wurde höchstselbst vorstellig. Und schimpfte wohl übergriffig und cholerisch erst mal über die Einrichtung des Arbeitszimmers. Bücher bis an die Decke! Eine Unverschämtheit! Wenn´s da brennt, und dann? Ein Regal im Flur. Eine Unverschämtheit! Wie soll er da (er ist 2m groß und nicht gerade schmal) behend auf den Dachboden kommen? Und was sieht er auf dem Dachboden? "Gerümpel!" Eine Unverschämtheit!
An dieser Stelle teilte er mit, er werde einen Dachdecker genau dann schicken, wenn wir auf dem (zweifellos mitvermieteten Dachboden) kein Gerümpel mehr hätten. Der Keller im übrigen - vor zwei Jahren hatten wir darauf aufmerksam gemacht, dasss er unbotmäßig feucht ist, was keinerlei Reaktion außer:"Na, das ist halt ein altes Haus" hervorrief - sei nur deswegen feucht, weil wir zuviele! Sachen! dort untergestellt hätten und deswegen die Luft nicht zirkulieren könne. Soso, also neuderdings.
Usw. Ich war zum Glück nicht zugegen als der Monsieur Vermieter im Rundumschlag den für ihn offensichtlich unnötig durch Sachen!Bücher! belegten Haushalt niederschimpfte. Er kam wohl in einen cholerischen Rausch, der zum Schluss völlig vergessen ließ, dass es reinregnet...
Mein Liebster konnte nur zögernd berichten, so geschockt war er...
Und ich? Nun ja... Dass der Mann im Haus leicht messimäßige Sammlerzüge hat, weiß ich und wenn sich jemand darüber rumzackern darf, bin das aber höchstens ich. Wenn man aber in Frankfurt-Bockenheim für ein hinten und vorne miserabel gewartetes Haus brav eine der höchsten Quadratmetermieten der Republik zahlt, kann man wohl das bisschen kostspieligen Raum vollstellen mit was man will und seien es Bücher! (Außer ich hab was dagegen, was zwar auch nichts nutzt, aber auf einem anderen Blatt steht...)
Ich weiß aus hundertmillionen Erzählungen, dass eklige, irre, feindselige Vermieter nicht unbedingt die Ausnahme sind, und so richtig mag ich mich nicht aufregen. Ich bin kein Kind mehr. Ich weiß aber auch, dass ich sehr, sehr böse werden kann, wenn man mir zu dumm kommt. Dieser Mann legt es darauf an.
Und nun sind alle aufgefordert mir ihre scheußlichsten Vermietergeschichten alsbald hier zu berichten. Es sei mir Trost und Waffenschmiede.
wasserfrau - 3. Nov, 23:50
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