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Spuelen

30
Okt
2009

...

Klamm ist mir im Innern,
auch im Innern der Räume,
zwischen Mauern ein wenig.
Draußen jedoch eine Luft wie Zuckersonne,
Goldblätter Im Flug,
streifen Nase, Mund und hüpfende Kopfflausen.

Raus, raus also -
auch wenn hier drinnen noch mancherlei Arbeit wartet.

21
Okt
2009

Kleiner Rückblick

[Bevor ich denke, ich drehte mich im Kreis]


JUNI Geld, Gold und Autonomie
JULI Trauer und Tapferkeit
AUGUST K(r)ampf und Eros
SEPTEMBER Hoffnung und Licht
OKTOBER ?

13
Aug
2009

Wenn

ich den unsäglichen Aufgabenberg, der da gerade vor mir liegt, wie heute bewältige, dann kommt es mir gar nicht auf die Menge an, die ich geschafft habe (ist eher so mittel...). Sondern, dass es heute mal irgendwie beschwerdefrei ging, ohne größere Widerstände, Hysterieschübe etc. Sodass ich mich recht entspannt fühle und morgen, wenn´s weiter geht, es mit ebenso entspannter Erinnerung daran, dass das also auch möglich ist, wieder aufnehmen kann: Das kleinkarierte, wenig verführerische Tagwerk.

Warum ich jetzt aber immer noch vorm PC sitze, mich durch irgendwelchen Kram surfe... solange vermutlich bis ich wieder ganz müde Augen habe und kein bisschen mehr entspannt bin, das frage ich mich. Nein ich frage jetzt nicht länger, ich verschwinde hier ganz schnell.

Nur eins fällt mir dazu noch ein. Irgendwo in seinem Känguru-Buch fragt sich Marc Uwe Kling, wieso Georg Büchner mit 23 schon diverse Theaterstücke, Streitschriften, den "Lenz" usw. produziert haben konnte. Dann fällt es ihm ein: Büchner googelte nicht drei Mal am Tag seinen eigenen Namen, beantwortete keine Meinungsumfragen zu seinen Urlaubsgewohnheiten, schaute keine zehn you-Tube-Videos täglich und votete nicht für die Bundesligaauswahl des Wochenendes. Also: Jetzt aber wech hier.

26
Okt
2006

PcPsycho

Manchmal passieren beim Arbeiten am PC so seltsame Dinge - verstärkt durch die Produktionen aus dem Internet - dass ich bei schlirrender Unaufmerksamkeit es irgendwie auf mich beziehe, kurz.

Das kennt jede/r, oder?

Ich frage mich, ob Menschen mit psychotischen Störungen überhaupt am PC oder gar im Netz arbeiten können, ohne, dass es sie arg anhebt. Oder ist die Maschine und selbst die "Information" immer noch ungefährlicher (zur Verwirrung beizutragen), als der andere Mensch?

27
Sep
2006

Kleine Überforderung

Heute fand ich die Sucheinträge, über die man auf meine Seite gelangte, in ihrer Anordnung wirklich mal witzig.
Da steht einmal: „welt auf schultern tragen“ und gleich drunter abc-pflaster sensitiv.
Tja, manche Arbeiten sind wichtig, aber schwer…

15
Aug
2006

Abend

lichter3web

lichterbaumweb

11
Aug
2006

Gespräch

Sie: ich möchte an den tiefsten Punkt gehen, ganz gleich wie tief und dunkel es da ist. damit sich etwas entscheidet. sei es der unwahrscheinliche tod oder endlich wieder das leben.

Er: ich würde lieber eine schifffahrt machen am wochenende.

15
Jun
2006

Ein wirklicher Wassertag

Es zieht ein Gewitter auf, nun: eben gerade ist es angekommen und heftig prasselt der Regen, stürmisch, energisch, entlastend. Das passt mir gut heute, ich mag Gewitter, spätestens seit den Gewitterhimmeln der Rhön.
Ein Tag voller Wasser. Ich habe viel Wasser getrunken, mich durchgespült, und Alkohol – den ich manchmal behandle, wie einen harmlosen lieben Freund – macht mich gerade sehr misstrauisch. Das ist gut so. Lange in der Wanne, das Wasser von außen, überall verteilt und gespürt. Haare im Wasser, feuchtwarm danach.
Und dann die Tränen, großzügig verströmt, die ich lange nachspürte. Die Tränen, als ich mit dem Manne telefonierte und er meine melancholia mal wieder nicht verstand und wegbabbeln wollte, aber deswegen habe ich nicht geweint, dafür ein erstaunlich tiefes Akzeptieren derzeit, es ist wie es ist. Tränen, als er sagte, er gehe mit solchen Traurigkeiten so um, dass er sie „abwarte“, bis die Wunden geleckt seien. Sagt er, meine Worte wären, ausheilen, Zeit und Ruhe dafür haben, alle Zeit der Welt für eine ruhige Bekanntschaft mit dem Schmerz. Und da kamen die Tränen, weil ich diese Zeit nicht kenne, ins blöde Büro muss, und fröhlich tun, wenn mir nicht fröhlich ist, und wenn ich noch nicht mal was tun will. Und die anderen Verpflichtungen, Zeitkorsett, und die Tränen rannen, weil ich so wenig bei mir sein kann.
Verständige Tränen, verständiger Tag, wohltuendes Gewitter, lehrreiches Akzeptieren des Schmerzes.
Nein, keine Ablenkungsmanöver. Mehr Wasser, bitte.

29
Mai
2006

Fragen zum Feierabend

Noch nicht Abend, wenig zu feiern...

Und doch frage ich mich,
wo kann ich noch gemütlich lesen?
Etwas "leichtes" unbeschwerliches essen?
Wo kann ich träumen und Erholung finden und Genesung?
Draußen sein und doch geschützt?
Oder gerade?

Hoffnung will ich nicht, sondern ruhige Gegenwart.
Tausche Hoffnung gegen Angstfreiheit und Ausgeglichenheit.
Das reicht mir schon.

27
Apr
2006

Fremder Tadel

Erst etwas ganz Seltsames: Ich werde im Einkaufszentrum ausgerufen. Also nicht ich, sondern der „Fahrer des Fahrzeugs F-...“ Ein Fahrer ist nicht in Sicht, aber es handelt sich eindeutig um mein Fahrzeug, uijuijui, was da wohl passiert ist. Ich begebe mich eiligst zum Parkplatz, zum Glück habe ich nicht vergessen, wo es steht. Wohl aber habe ich vergessen, das Beifahrerfenster zu schließen, bzw., gar nicht gemerkt, dass ich es bei irgendeiner Gelegenheit versehentlich geöffnet habe. Ein aufmerksamer ostdeutscher Mitbürger hat das aber sehr wohl bemerkt. Und mich ausrufen lassen. Zum „Dankeschön“ und „uijuijui“ sagen komme ich aber nicht. Denn ich werde gleich heftigst angegangen. „Es ist nicht zu fassen, wie leichtsinnig manche Leute sind“, tobt er fast. Ich werde heftigst getadelt und habe auf den Kerl schon keine Lust mehr. „So ein Leichtsinn, und das in den heutigen Zeiten.“ Kürzlich habe doch sogar einer seine Geldbörse auf dem Autodach gelassen: „Ich lass die alle ausrufen“, sagt er streng, da ist keine Nettigkeit dabei, sondern ein griesgrämiger Erzieher am Werk. Aus Versehen habe ich mich jetzt schon tausend Mal bedankt – aber das lässt seinen Redefluß nur noch schäumender werden.
Nachdem das überstanden ist, bin ich etwas später im Buchladen, und finde zum Glück Mister Aufziehvogel von Murakami. Genau das Begehrte, nachdem Kafka am Strand ausgelesen ist. Nach dem Zahlen wünscht mir die Kassiererin „eine schöne Zeit in Japan“. Ich sage smalltalkmäßig, die werde ich wohl hoffentlich haben. Sie wird ganz ernst und sagt: “Naja, Sie haben ja nicht gerade wenig für ein Taschenbuch ausgegeben. 12 Euro 90, da muss es sich schon lohnen.“ Werde ich der Prasserei verdächtigt? Erst vor wenigen Tagen hat mich im Karstadt die Verkäuferin engagiert vom Kauf sehr schöner Badeschlappen abgehalten, die seien erstens für Männer und zweitens doch sehr hochpreisig (20 Euro) – und mir dann, mit Erfolg übrigens, dringend den Erwerb des Sonderangebots für 3 Euro ans Herz gelegt – wenn’s nur fürs Bad ist, reicht das doch“. Sehe ich mittlerweile verarmt aus? Eine Armee von Schuldnerberatern ist schon bestellt? Oder ist das der endgültige Selbstzerstörungstrieb der ostdeutschen Konjunktur?
Also viele, viele Tadel muss ich einstecken, aber immer für überraschende Dinge, nicht für das, wofür ich mich selbst tadeln würde. Dass ich immer noch rauche, immer mehr in die Breite gehe, das Gegenprogramm „Schwimmen gehen“ habe ausfallen lassen, trotz des Besitzes von Schlappen für 3 Euro, die für nichts anderes geeignet sind. Dass ich tranig bin und überhaupt. Nein, die Erziehungsmaßnahmen greifen an anderer Stelle an; die Welt spricht mit mir in einer fremden Sprache.
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Das Leben zwischen Schonwaschgang und Schleudern

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Kontakt und Absicherung

Ganz kann ich mich der Tatsache ja nicht verschließen, dass man heutzutage Impressionales beitragen muss. Ich kann, so vermute ich, alle Inhalte meines Blogs selbst verantworten und werde mich auch bemühen, mich an geltendes Recht zu halten. Ich wurde protestantisch erzogen und bin in solchen Bemühungen also geübt. Den Inhalt externer Links kann und will ich nicht verantworten und distanziere mich also nicht nur von jenen, sondern auch von allen Erwägungen, mich dafür in Verantwortung zu ziehen. In irgend auftretenden Zweifelsfällen, viel lieber aber für freundliche Post, gibt es ab sofort ein offenes Scheunentor: eine_wasserfrau@gmx.de

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